Wie ich mein Gehirn austrickse, gerne Produktiv zu sein
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Produktiv zu sein macht mir heutzutage mehr Spaß als Social Media Gaming oder Netflix. Diese Tatsache hat mir geholfen im Studium Einsernoten zu schreiben, ein Creator Business aufzubauen und CTO in einem erfolgreichen Startup zu werden. Wenn ich produktiv sein sage, meine ich aber nicht noch mehr Systeme, Prozesse oder Methoden im Leben einzubauen. Stattdessen steuere ich einen sehr zentralen Aspekt unseres Lebens, von dem du wahrscheinlich auch schon relativ viel gehört hast, nämlich Dopin. Ich zeig dir deshalb, wie ich meinen Tag aufteile, um mehr zu schaffen, weniger abgelenkt zu sein und all das wirklich gerne zu tun. Aber dabei habe ich eine Sache vorher komplett unterschätzt. Selbst 3 Minuten Musik oder Socials am Morgen verändern komplett, wie unser restlicher Tag verläuft. Aber dazu gleich mehr. Wir denken auf Konzentration ist eine Sache von Disziplin. Wenn wir uns einfach nur noch mehr zusammenreißen würden, würden wir auch noch fokussierter arbeiten können. Aber so einfach ist das oft nicht. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass ich Tage hatte, an denen es deutlich leichter war, Aufgaben zu erledigen und produktiv zu sein und andere, an denen es wirklich fast unmöglich war. Logischerweise habe ich mich dann gefragt, wie das sein kann. Unser Gehirn vergleicht ständig. Wenn wir uns morgens schon Unterhaltung anschauen, dann ist alles, was danach kommt, automatisch langweiliger. Lass uns das einmal kurz grafisch anschauen. Das hier ist unser Dopinlevel im Verlauf des Tages. Abhängig davon, was wir morgens machen, fängt die Kurve an mehr oder weniger stark zu schwanken. Z.B. durch Frühstück oder Kaffee haben wir kleine Dopinbosts, aber die sind überschaubar. Vor allem aber beeinflussen sie nicht unsere Baseline. Diese Baseline ist quasi unser normales Level, das wir mindestens brauchen, damit uns nicht langweilig ist. Anders ist das aber bei Social Media, Musik oder beispielsweise einem Spiel auf deinem Handy. Durch diese Dinge schläft die Dopinkurve nämlich deutlich stärker aus. Wir haben relativ viel Spaß und werden dadurch sehr gut unterhalten. Und zusätzlich zu diesem Ausschlag gewöhnt sich unser Gehirn an starke Reize und so verschiebt sich die Baseline nach oben. Das bedeutet, das was vorher noch normal war, ist jetzt plötzlich ziemlich langweilig. Und genau das meine ich, wenn ich darüber spreche, dass die Sachen, die wir morgens machen, beeinflussen, wie viel Spaß beispielsweise Arbeit und Lern macht.